2. eco-bau Seminar - ein voller Erfolg!

01. Feb 2018 Kategorie Association News

2. eco-bau Seminar - ein voller Erfolg!

Pünktlich um 09.00 eröffnete der Präsident von PVCH und Vorstandsmitglied von Swiss Plastics das Seminar, im renommierten Au Premier in Zürich. Die Wissensbegierde war gross, es wurde fleissig diskutiert.

Das Seminar kam auf Wunsch der Mitglieder der beiden Verbände zu Stande, die sich für eine vertiefende Information seitens eco-bau ausgesprochen hatten. Der Geschäftsführer von Swiss Plastics führte durch die ganze Veranstaltung. Anwesend waren auch Behördenvertreter des AWEL (Amt für Abfall; Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich), sowie 2 Vertreter von einem Recyclingverband (VKRS). Weiter der Verantwortliche des europäischen Verbandes der Profilhersteller, der extra von Bonn nach Zürich angereist war. Im Weiteren war auch das skz (Süddeutsches Kunststoffzentrum) vertreten.

Wer ist eco-bau
Im Verein eco-bau haben sich Bauämter von Bund, Kantonen und Städten zusammengeschlossen mit dem Zweck, das ökologische und gesunde Bauen zu fördern. Zu den Mitgliedern gehören auch Organisationen wie die KBOB, CRB.

Was ist der Vereinszweck:
Im Zentrum der Vereinsaktivitäten stehen die Entwicklung und Verbreitung von Planungswerkzeugen für nachhaltige, ökologische und gesunde Bauweise. Diese Werkzeuge dienen der Optimierung der Planung, der Realisierung und des Rückbaus.
Der Verein aktualisiert die Angebote periodisch und entwickelt bei Bedarf neue Werkzeuge.
Gemäss eigenen Angaben betreibt der Verein kein Lobbying.
Mitglieder können öffentliche Bauträger (Bund, Kantone, Gemeinden) und Bildungsinstitutionen im Bau (Universitäten, Fachhochschulen, Höhere Fachschulen und Gewerbeschulen sein.

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Causus Knaxus ist die von eco-bau definierte Einteilung aller Bauprodukte in 3 Klassen, die entsprechenden Bewertungskriterien die dieser Einteilung zu Grunde liegt, sowie die konkreten Produktelisten. Liegt ein Hersteller mit seinen Produkten nicht in diesen Klassen hat er keine Chancen in der öffentlichen Vergabe von Aufträgen; Genau das ist die Crux!
Man kann sich jetzt zu Recht fragen, was das Ganze soll. Das hatten dann tatsächlich auch die aus der BRD extra angereisten Gäste von Profilherstellern, sowie der verantwortliche Geschäftsführer des europäischen Verbandes der Profilhersteller auch gefragt.
Eco-bau und deren Einteilungskriterien ist eine typisch schweizerische Lösung für die Zulassung in Submissionen (Offerten, resp. Angebote) für öffentliche Bauten, die immer sehr konsequent und formal juristisch ausgeschrieben sind.
Nach den einleitenden Worten der beiden Verbandsmanager startete Frau Marianne Staehler in gewohnter interessanter und kompetenter Art und Weise mit dem Vorstellen des Vereins,
Christian Pestalozzi führte die Zuhörer gleich anschließend in die spannenden Niederungen der Klassen Einteilung und deren Bewertungskriterien dies an Hand von konkreten Beispielen aus der Profil- und Fensterbranche. Hierbei zeigte sich, dass die Ökobilanzen der Kunststoffe rel. schlecht abschneiden und somit eine Einteilung nur noch in die Klasse Basis möglich ist, was eine große Diskussion auslöste, waren doch ausschließlich Vertreter der Kunststoffbranche zugegen.

Christian Pestalozzi zeigte dann fairerweise auch auf, wie die Einteilung zu beeinflussen ist und bot auch Hilfe an.
Den eher theoretischen Referaten von eco-bau folgte dann die Welt der Realität nämlich: Praxis und Realität und dem Titel: Was tut die Branche für die Nachhaltigkeit?
Alexander Möhne Leiter Vertrieb der Veka Umwelttechnik (Ein großer Profilhersteller) zeigte anhand einiger Charts sehr eindrücklich die großen Anstrengungen der Kunststoffindustrie bezüglich Nachhaltigkeit namentlich des Recyclings.
Interessant war das Chart des Abfallaufkommens in der BRD heruntergebrochen bis auf Stufe PVC.

Résumé
Kurt Röschli fasste die wichtigen Themen vom Morgen kurz zusammen und kam zum Schluss, dass ohne Einteilung in eine der 3 Klassen bei öffentlichen Ausschreibungen alles umsonst wäre oder dass die Submission nicht zur Zulassung und letztlich sehr wichtig zum Auftrag führen werde. Genau das ist ja das eigentliche Ziel der Anstrengungen, so Kurt Röschli als Fazit.
Das Seminar wurde durch einen feinen Stehlunch ebenfalls im Au Premier gekrönt, wo heftig debattiert und „Genetzwerkt“ wurde.

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