Ein Schritt zur Lösung des Mikroplastik-Problems

27. May 2019 Kategorie Association News

Der grösste Verursacher von Mikroplastik ist der Strassenverkehr, namentlich der Reifenabrieb. Wie das Institut Fraunhofer IAP berichtet erzeugt ein neuartiger Synthesekautschuk nun erstmals 30-50 Prozent weniger Abrieb als Naturkautschuk.

Elastomere (Gummi) machen den grössten Teil des Mikroplastiks in unserer Umwelt aus. Verkehr, Infrastruktur und Gebäude emittieren dabei die grössten Mengen. Alleine der Abrieb von Reifen im Strassenverkehr trägt in Deutschland 31% zu den Mikroplastikemissionen bei, und ist der mit Abstand grösste Einzelverursacher, wie eine Studie von Fraunhofer Umsicht aus dem Jahr 2018 feststellt. Weltweit macht der Reifenabrieb gemäss einer Studie der IUCN aus dem Jahr 2017 sogar über 37% aus und ist nach den Textilfasern mit 46% der zweitgrösste globale Verursacher von Mikroplastik.

Nun scheint es eine Lösung zu geben, um den Reifenabrieb zu reduzieren.

Natürlicher Kautschuk aus Kautschukbäumen ist ein begrenzter Rohstoff. Synthetisch hergestellter Kautschuk reicht bisher im Abriebverhalten jedoch nicht an das natürliche Produkt heran und eignet sich daher nicht für LKW-Reifen. Ein neuartiger Synthesekautschuk erzeugt nun erstmals 30 bis 50 Prozent weniger Abrieb als Naturkautschuk.

Das ist ein wichtiger Schritt zu Reduktion von Mikroplastik.


Mehr Infos: https://www.iap.fraunhofer.de/de/Pressemitteilungen/2019/bisyka-kautschuk.html