Stellungnahme zum Verbot von Kunststoff-Einwegartikeln

24. Oct 2018 Kategorie Association News

Stellungnahme des Branchenverbands Swiss Plastics zum EU-Verbot ausgewählter Kunststoff-Einwegartikel.

Stellungnahme des Branchenverbands Swiss Plastics zum EU-Verbot ausgewählter Kunststoff-Einwegartikel.

Ausgangslage
Ende Mai 2018 hat die EU-Kommission darüber informiert, dass sie neue Vorschriften zur Verringerung der Meeresabfälle einführen will. „Die Menge an schädlichem Plastikmüll in den Ozeanen und Meeren wächst ständig. Um dagegen vorzugehen, schlägt die Europäische Kommission nun neue Vorschriften vor, die für die gesamte EU gelten sollen. Im Visier sind die zehn Einwegprodukte aus Kunststoff, die in Europa am häufigsten an den Stränden und in den Meeren gefunden werden, sowie Fischernetze, die im Meer verloren gegangen sind oder zurückgelassen wurden.“ (Pressemitteilung EU Kommission, 28.5.2018).

Am 24.10.2018 hat das EU-Parlament für das Verbot gestimmt, jetzt müssen die EU-Länder darüber abstimmen.

Recycling und Sensibilisierung statt Verbote

Als Branchenvertreter ist Swiss Plastics davon überzeugt, dass die Verschmutzung der Weltmeere gestoppt werden muss. Verbote von einzelnen Produkten halten wir nicht für zielführend. Vielmehr sollten die Sammelsysteme ausgebaut und die stoffliche Wiederverwertung erhöht werden. Durch das vermehrte Recycling werden die Kunststoffe im Kreislauf gehalten und gelangen nicht in die Umwelt. Dies entspricht auch der Stossrichtung der EU Kommission. Swiss Plastics wird den Weg mit Fokus auf Recycling und Sensibilisierung der Bevölkerung weiterführen. Wie die europäischen Verbände sind auch wir der Ansicht, dass effiziente, international koordinierte und harmonisierte Recyclingmassnahmen weit zielführender sind, als Verbote.