Studie zu Kunststoffeintrag in die Umwelt: Der Eintrag dürfte deutlich geringer sein, als man bis jetzt aufgrund anderer Studien geschätzt hat.

13. Jul 2019 Category Association News

Die EMPA hat im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU eine Studie zum Ausmass des Kunststoffeintrages veröffentlicht. Der Eintrag beträgt nur gerade 0,7% der Abfallmenge. Mikroplastik gelangt meist in die Böden und nicht in die Gewässer.

12.07.2019 - Gemäss der EMPA-Studie gelangen jährlich 534 Gramm Makroplastik (=Teile grösser 5 mm) pro Jahr und Einwohner in die Umwelt.  Mikroplastik, also Teile kleiner als 5 mm, liegen bei geringen 73 Gramm pro Kopf und Jahr. Allerdings berücksichtigt die Studie keine Elastomere (Gummi). Dabei ist der Reifenabrieb die grösste Quelle von Mikroplastik.

Der Studienleiter Prof. Dr. Nowack: «Kunststoff ist eben sehr inert. So könnte das Problem Mikroplastik geringer sein, als man landläufig meint.»1

Eine gewisse Entwarnung ergibt sich auch gemäss einer an der EU Chemikalienverordnung REACH orientierten Risikoabschätzung. Diese lieferte sehr niedrige Werte und ein geringes ökotoxikologisches Risiko.

Mehr Infos: www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-75798.html 


Quellen: 

1 Mikroplastik – Chance zur Profilierung, Clinicum, Olten, 3/2019 

2 Adam V et al., Toward an Ecotoxicological Risk Assessment of Microplastics [..], in Environmental Toxicology and Chemistry, 38(2), 2019 

 

Foto: Hans Braxmeier auf Pixabay