Wie Kunststoffrecycling in der Flüchtlingskrise hilft

21. Dec 2018 Category Association News

Ein wegweisendes Projekt verbindet Ökologie mit Ökonomie.

Rund 60.000 Flüchtlinge befinden sich in Griechenland. Eine Herausforderung für das Land, das daran ist sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise zu erholen. Die Umweltorganisation Waste Free Oceans macht aus gesammeltem Plastik Paneele, die zum Bau von günstigen Unterkünften für Flüchtlinge verwendet werden können.

Die Versorgung der rund 60.000 Flüchtlinge verlangt Griechenland viel ab. Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind noch nicht überstanden. Dazu kommt, dass sich die Flüchtlinge auf den Inseln Lesbos, Chios und Samos, sowie in den Städten Athen und Thessaloniki konzentrieren.

Die Umweltorganisation Waste Free Oceans WFO aus Brüssel sammelt Plastikabfälle aus dem Meer und vom Land ein und lässt daraus Paneele herstellen. Diese können zum Bau von günstigen Unterkünften für Flüchtlinge verwendet werden. Dadurch kann die Umweltverschmutzung in Griechenland reduziert werden, es entstehen Jobs und der Staat wird bei der Unterbringung der Schutzsuchenden unterstützt.

Dieses «Humanitarian Shelter Project» der WFO ist wegweisend für andere Regionen und verbindet Ökologie mit Ökonomie. Gerade in Griechenland mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 38% sind solche Initiativen willkommen. Der Gründer von WFO Alexandre Dangis: «Driving the limits of plastic recycling to the extreme in order to contribute to social housing and emergency shelters is a win-win situation for Greece.»

Ein spannendes und sinnvolles Projekt, welches einmal mehr aufzeigt dass gelebte Kreislaufwirtschaft auf vielfältige Weise entstehen kann. Gleichzeitig wird Eintrag in die Umwelt reduziert, und damit ein effektiver Beitrag gegen die Umweltverschmutzung geleistet.

Mehr Informationen unter www.wastefreeoceans.org